Bericht über die Regionalen Bestenkämpfe am 16.03.2019 in Marktoberdorf

Ein Chaostag mit goldenem Happy End
Der TV Lindenberg sammelt fleißig Medaillen bei den Regionalen Bestenkämpfen 

Miriam Langes ist zufrieden. „Der Wettkampf war mal wieder ein voller Erfolg. Auch wenn es eher ein Chaostag war, kamen wir mit vielen Bestzeiten und Medaillen nach Hause. Außerdem bin ich sehr glücklich und stolz, dass ich mich seit dem Kuhschellensprint innerhalb von drei Wochen über 200 Meter Rücken um sechs Sekunden verbessert habe“, sagt die Schülerin.Überhaupt zogen die acht angetretenen Wettkampfschwimmer des TV Lindenberg nach den Regionalen Bestenkämpfen Süd in Marktoberdorf eine positive Bilanz. Sie haben 28 Medaillen bei 34 Starts geholt – eine Quote von 82 Prozent. Zugleich stellten sie in mehr als der Hälfte der Rennen neue persönliche Bestzeiten auf. „Für mich war es ein fast perfekter Tag. Ich habe mich bei fünf Starts fünfmal verbessert“, meinte Cilian Claus. Etwas enttäuscht sei er nur darüber, „dass sich die Minute über 100 Freistil weigert zu fallen“. Allerdings war es knapp: Er schwamm 1:00,2 Minuten, was für ihn dennoch ein Rekord ist.

Erfolgreichster Sammler war Justin Herthnek (Jahrgang 2005), der Gold holte über 200 Meter Brust sowie 100 Meter Rücken, Brust und Freistil. Er gewann alle vier Rennen bei denen er ins Wasser ging.
Auch Hanna Wagner (Jahrgang 2006) hatte eine 100-Prozent-Quote durch ihre Siege über 100 Meter Brust, 100 Meter Freistil und 200 Meter Lagen. Allerdings will sie das nicht überbewerten: „Es war nicht die mega Konkurrenz am Start.“ Insgesamt gingen 140 Sportler aus elf Vereinen ins Wasser.
Edelmetall gab es auch für Tamina Buchhaupt (1x Gold, 2x Silber, 3x Bronze), Cilian Claus (1x Gold, 2x Silber, 2x Bronze), Laurenz Hofer (4x Silber), Miriam Langes (2x Gold, 2x Silber) und Magdalena Nagenrauft (2x Silber, 1x Bronze).
Ein gelungenes Comeback feierte Madlen Schmid. Die 20-Jährige war seit zuletzt Au-pair in Australien und hat danach ihr Studium begonnen. Sie wurde Siebte über 100 Meter Rücken und 200 Meter Freistil: „Nach einem Jahr Trainingspause bin ich sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen und konnte die Zeiten halten. Es hat Spaß gemacht.“
Sportlich lief es also rund für den TVL. Dass es dennoch ein „Chaostag“ war, lag an Randnotizen: Ein Vater fuhr sein Kind zunächst nach Kaufbeuren, weil er dachte, dass der Wettkampf dort ist. Zwei Mädchen hatten während des Rennens Atemprobleme, einer wurde schwindelig. Lea Mayr-Blum konnte wegen einer am Vortag erlittenen Kapselverletzung gar nicht erst starten. Die Sportler ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen. Was Barbara Langes, die als Kampfrichterin dabei war, beeindruckte: Da kein Betreuer dabei war, halfen sich die Schwimmer diesmal gegenseitig. „Da merkt man, dass sie nicht nur Einzelkämpfer sind, sondern auch einen Teamgeist haben.“ (bes)
Benjamin Schwärzler
Redakteur Lokalredaktion Weiler 

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